YFood-Test 2021: Trinkmahlzeit

YFood-Test 2021: Trinkmahlzeit

Immer wieder ist mir YFood online begegnet. In den sozialen Medien, in YouTube, in Berichten. Nachdem sich Frank Thelen mit 200.000 Euro im Rahmen der Sendung Die Höhle der Löwen an YFood beteiligt hat, dachte ich mir, ich probiebe es auch mal aus. In diesem YFood-Test findet ihr meinen persönlichen, subjektiven Eindruck.

Vorweg: Dieser YFood-Test entstand komplett freiwillig und vor allem unabhängig. Ich wurde weder bezahlt, noch habe ich irgendwas umsonst bekommen. Ich habe mir die Produkte für diesen YFood-Test ganz normal gekauft und möchte meine Erfahrung teilen. Alle in diesem Blogbeitrag erwähnten Links dienen der Information. Es handelt sich nicht um bezahlte Links oder Affiliate-Links.

YFood-Test: Probierpaket 5 Trinkmahlzeiten

Ein Bekannter von mir hatte YFood für sich entdeckt, mochte aber eine Sorte nicht. Daraufhin hat er mich gefragt, ob ich die „übrigen“ Drinks haben möchte. Ich ging darauf ein und habe eine Flasche probiert. So kam ich auf die Idee mit dem YFood-Test.

Ein paar Tage später, als ich die Idee schon wieder fast vergessen hatte, habe ich ein YouTube-Video von Fritz Meinecke gesehen. Fritz Meinecke bewirbt YFood intensiv auf seinen YouTube-Kanälen. Ich halte fiel von ihm und nehme ihm seine Aussagen im Gegensatz zu vielen anderen größtenteils ab. Er wirkt auf mich sehr authentisch und ehrlich.

Trotzdem betrachte ich derartige Sponsorings eher kritisch, da die Neutralität natürlich nicht komplett gegeben sein kann. Da ich aber auch gerne Wandern und Fahrradfahren gehe, hat dieser YFood-Test auch für mich einen Mehrwert, um festzustellen, ob Trinkmahlzeiten eine echte Alternative sind oder nicht.

Nach langem Hin und Her habe ich mir das „YFood Probierpaket 5 Trinkmahlzeiten“ für 17,95 Euro (3,59 Euro pro YFood Drink) inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten gekauft. 

YFood Drinks
Inhalt des Probierpakets

Nährwertangaben

Alle fünf YFood Drinks sollen 100 Kilokalorien pro 100 Milliliter enthalten. Das entspricht 500 Kilokalorien pro Drink. Das ist schon mal ordentlich, wenn man von einem Grundumsatz von 2.000 bis 3.000 Kilokalorien pro Tag ausgeht. 

Der Fettanteil ist gering (4,4 bis 4,5 Gramm), die Kohlenhydrate mit 7,3 bis 7,7 Gramm ebenfalls. 4,3 bis 4,6 Gramm davon sind Zucker. Das wichtige Eiweiß ist mit 6,6 bis 6,8 Gramm pro 100 Milliliter angegeben. Macht also 33 bis 34 Gramm Eiweiß pro Drink.

Zum Vergleich ein Cheeseburger von McDonald’s und eine Müllermilch Banane (pro 100 g):

YFood Happy BananaMüllermilch BananeCheeseburger
Brennwert100 kcal75 kcal254 kcal
Fett4,4 g1,4 g10 g
Kohlenhydrate7,7 g12,2 g26,0 g
– davon Zucker4,4 g11,4 g5,8 g
Eiweiß6,7 g3,4 g13 g
Nährwertvergleich pro 100 g bzw. 100 ml zwischen YFood Happy Banana, Müllermilch Banane und dem Cheesburger von McDonald’s.
Quellen: jeweilige Produktauszeichnungen

Ich habe in dieser Tabelle nur ein paar wenige Werte verglichen. Vergleichbar sind natürlich nur der YFood Drink und die Müllermilch, obwohl die Müllermilch natürlich nicht denselben Anspruch hat, wie YFood. Deutlich sichtbar sind die Unterschiede bei Kalorien, Kohlenhydrate bzw. Zucker und Eiweiß.

Vor allem sollte man den deutlichen „Eiweiß-Sieger“ Cheeseburger immer auch im Verhältnis zu den damit einhergehenden Kalorien und Kohlenhydraten betrachten.

Bestellung, Rechnung & Lieferung

Bestellt habe ich an einem Freitagabend direkt im Online-Shop von YFood. Ich habe dazu einen Gutscheincode von Fritz Meinecke verwendet, mit dem ich 10 Prozent gespart habe (Gutscheincode: 10FRITZ). Somit habe ich nur 16,16 Euro und somit 3,23 Euro pro Drink für diesen YFood-Test bezahlt. Als Zahlungsmethode wählte ich PayPal.

Eine Bestellbestätigung bekam ich umgehend im Anschluss per E-Mail. Die Versandbestätigung und die Rechnung kamen am frühen Montagmorgen und somit am nächsten Werktag. Der Versand erfolgte mit DHL, eine Tracking-ID zur Paketnachverfolgung wurde mitgeschickt.

Für die Bearbeitung der Bestellung gibt es somit keinerlei Kritikpunkte. Ob Bestellungen auch samstags bearbeitet werden, kann man nicht pauschal sagen, da ich die Benachrichtigung erst am Montag erhalten hab. Ich finde das aber auch nicht relevant.

YFood-Test: Verpackung
Lieferung der YFood Drinks

Verpackung & Unboxing

Die Sendung kam in einer weißen, relativ kompakten Verpackung mit YFood-Aufdruck. In der Packung waren die fünf Flaschen nebeneinander einsortiert und mit Karton voneinander getrennt. Zudem lag eine kleine Infobroschüre zu den anderen Produkte und dem Hintergrund der Gründer bei.

Insgesamt aufs Wesentliche reduziert, kaum Platzverschwendung und trotzdem gut schützend in Karton und ohne zusätzlichen Plastikmüll verpackt.

YFood-Test: Verpackung geöffnet
YFood Trinkmahlzeiten in der Verpackung

YFood-Test: Trinkmahlzeit

Wenn ich im Büro bin, verzichte ich auf das Frühstück und gehe mittags in die Kantine. Dort esse ich eine Hauptmahlzeit, allerdings ohne Vor- und Nachspeise und ohne Getränk. Tagsüber trinke ich ca. drei Liter Wasser. Im Homeoffice frühstücke ich relativ spät (circa 11 Uhr) und spare mir das Mittagessen. Abends kochen wir unabhängig von wo aus ich arbeite zuhause, wenn möglich kohlenhydratarm.

Mein YFood-Test fand zwei Tage in der Mittagspause im Büro und drei Tage im Homeoffice statt. Die Trinkmahlzeiten habe ich jeweils zwischen 12 und 13 Uhr zu mir genommen.

Wird man satt mit dem YFood-Drink?

Die alles entscheidende Frage ist natürlich, ob man überhaupt satt wird und wenn, wie lange die Sättigung anhält.

Direkt nach dem Verzehr

Vom ersten Effekt war ich positiv überrascht: Ich war, nachdem ich den ersten YFood-Test mit Alpine Chocolate gestartet hatte, satt. Nicht überfressen, aber zufrieden satt. Ich habe den Drink in ungefähr zehn Minuten getrunken, was für einen halben Liter Flüssigkeit bzw. Milch sicher im vergleichsweise schnelleren Bereich liegt.

Nach 2 Stunden

Gespannt war ich natürlich, wie lange das Sättigungsgefühl des YFood-Drinks anhält. Tatsächlich war ich nach etwas über zwei Stunden noch komplett satt und verspürte kein erneutes Hungergefühl

Nach 3 Stunden

YFood verspricht, dass man 3 bis 5 Stunden satt sein soll. Tatsächlich war ich auch noch nach 3 Stunden satt.

Nach 5 Stunden

Das Ende der versprochenen Sättigungsphase ist erreicht und es kam noch kein größeres Hungergefühl auf. Pappsatt war ich natürlich nicht mehr, aber das Verlangen nach Nahrung war nicht groß.

YFood-Test Sättigungsfazit

Die YFood Drinks halten, was sie versprechen! Sie machen satt und halten auch für die angestrebten 3 bis 5 Stunden satt. Bei allen 5 YFood-Tests habe ich vor und nach dem Verzehr Büroarbeit verrichtet. Das heißt, ich habe mich körperlich nicht sehr anstrengen müssen und somit auch nicht sehr viele Kalorien verbrannt.

Wie ist der Geschmack?

Natürlich ist der Geschmack immer subjektiv. Jeder hat einen anderen Geschmack. Trotzdem habe ich die 5 Geschmacksrichtungen für diesen YFood-Test einzeln für sich über mehrere Tage bewertet.

Bei allen gleich war die Konsistenz: Relativ dickflüssig, aber gut trinkbar. Dickflüssiger als Molkereiprodukte wie die Müllermilch.

YFood Alpine Chocolate
Alpine Chocolate

Alpine Chocolate 🍫

Die erste Sorte, die ich probiert habe, war Alpine Chocolate. Ich hatte den Rat befolgt und den Drink gekühlt (vor dem Fenster, draußen hatte es ca. 3 Grad). 

Der Geschmack war kräftig schokoladig, allerdings eher bitter als süß. Es kommt an eine Zartbitterschokolade mit sehr hohem Kakaoanteil heran. Durch den geringen Zuckeranteil war das so aber auch zu erwarten. 

YFood Smooth Vanilla
Smooth Vanilla

Smooth Vanilla 🍦

An Tag zwei stand Smooth Vanilla auf dem YFood-Test-Plan. Auch dieses Mal stand der Drink draußen auf dem Fensterbrett und es hatte um die 2 bis 3 Grad.

Smooth Vanilla schmeckte mir besser als Alpine Chocolate, da der leicht bittere Nachgeschmack fehlte. Der Vanillegeschmack war intensiv aber nicht übertrieben. Den fehlenden Zucker merkt man bei dieser Geschmacksrichtung deutlich weniger.

YFood Crazy Coconut
Crazy Coconut

Crazy Coconut 🥥

Am dritten YFood-Test-Tag kam mein im Vorfeld auserkorener Favorit: Crazy Coconut. Ich finde den Müllermilch Shake Kokos überragend und auch als ich früher ins Fitnessstudio ging, gab es Kokos-Eiweiß-Shakes, die geschmacklich der Wahnsinn waren. 

Was direkt auffiel, der Geschmack war sehr viel natürlicher und dadurch nicht ganz so intensiv als bei den genannten Vergleichsprodukten. Er war deutlich fruchtiger und weniger süß. Ungewohnt, ja, aber sehr lecker!

YFood Happy Banana
Happy Banana

Happy Banana 🍌

Auf Happy Banana habe ich mich ebenfalls sehr gefreut und entsprechend viel erwartet. Auf den ersten Schluck war der Geschmack, im Verhältnis zu den anderen, bisher getesteten YFood Trinkmahlzeiten nicht so intensiv und fruchtig. Ich würde behaupten, dass ich bei einer Blindverkostung, den Geschmack nicht erraten hätte. Das heißt aber nicht, dass Happy Banana nicht gut schmeckt. 

Cold Brew Coffee

Cold Brew Coffee ☕

Gleich vorweg: Ich mag keinen Kaffee und trinke daher auch keinen Kaffee. Ja, solche Leute gibt es tatsächlich 😄 Daher hatte ich gar keine Lust auf diese Sorte, aber für einen vollständigen Test gehört auch Cold Brew Coffee dazu. Der Cold Brew Coffee Drink hat im Gegensatz zu den anderen YFood-Sorten noch zusätzlich 100 Milligramm Koffein. 

Auch dieser Geschmack ist sehr intensiv und schmeckt sehr ähnlich wie andere Milchkaffee-Produkte. Die Zuckerreduzierung fällt natürlich auch hier direkt auf, allerdings fehlt mir die Vergleichsmöglichkeit, mangels Kaffee-Erfahrungen. Obwohl ich keinen Kaffee mag, ist Cold Brew Coffee gut trinkbar und schmeckt selbst mir ganz gut. 

YFood-Test Geschmacksfazit

Man darf nicht erwarten, dass man einen klebrig-süßen Milchdrink bekommt. Das ist aber auch nicht das Ziel. Es geht um eine gesunde, nahrhafte Trinkmahlzeit. Wenn man das in der Bewertung berücksichtigt, ist der Geschmack insgesamt sehr gut!

Am Ende ist es Geschmackssache. Trotzdem hier mein persönliches Ranking:

  1. Crazy Coconut
  2. Smooth Vanilla
  3. Alpine Chocolate
  4. Happy Banana
  5. Cold Brew Coffee

Vor allem meine Plätze 1 bis 3 überzeugen mit überraschend gutem und natürlichem Geschmack. Happy Banana (Platz 4) hat mich etwas enttäuscht mangels Intensität. Cold Brew Coffee mögen sicher viele, ich mag aber grundsätzlich keinen Kaffee, daher mein persönlicher Platz 5.

Haltbarkeit & Kühlung

Da ich den YFood-Test direkt nach dem Erhalt durchgeführt habe, kann ich natürlich nichts direkt zur Haltbarkeit sagen. Allerdings wird auf der Website auf eine Haltbarkeit von 12 Monaten bei den Trinkmahlzeiten hingewiesen. Die MHD bei meiner Lieferung von Dezember 2020 waren zwischen 16. Juli 2021 und 21. Oktober 2021 datiert.

Gekühlt werden müssen die Drinks laut Website und Verpackung nicht. Allerdings wird die Kühlung für ein besseres Geschmackserlebnis empfohlen.

Was ist YFood?

YFood ist ein relativ junges Start-up aus München. Die beiden Gründer Benjamin Kremer und Noel Bollmann suchten nach einer gesunden Alternative zu den typischen Produkten in klassischen Snackautomaten. Sie kündigten ihre Jobs in der Finanzbranche und gründeten YFood (vgl. Wirtschaftswoche).

2018 nahmen die beiden Gründer an der VOX-Sendung Die Höhle der Löwen teil und verkauften Unternehmensanteile für 200.000 Euro an Investor Frank Thelen. 

Mittlerweile gibt es Online-Shops in mehreren Ländern, einige Produkte sind bei E-Commerce-Plattformen wie Amazon gelistet und auch große Lebensmittelketten wie EDEKA, REWE und Kaufland bieten YFood in ihren Regalen an.

Fazit

Mein persönliches Fazit des YFood-Test ist grundsätzlich positiv.

Das Sättigungsgefühl ist sehr gut: langanhaltend und trotzdem ist man nicht „überfressen“. Sehr angenehm. Der Geschmack ist unter Berücksichtigung der Inhaltsstoffe erstaunlich gut. 

Alles in allem eine gute Alternative, wenn es wirklich mal schnell gehen muss. Ich werde mir sicher nochmals den ein oder anderen YFood-Drink kaufen und für Aktivitäten, wo die Zeit knapp ist, aufheben. Ich könnte mir auch gut vorstellen, diese Drinks zu längeren Wanderungen oder Radtouren mitzunehmen.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man sich vor allem bei der Arbeit die Zeit für Pausen und ausgewogene Ernährung nehmen sollte. Auf Dauer rate ich von Turbo-Pause oder gar dem Essen während der Arbeit ab. Pausen sind sehr wichtig. Ob man in dieser Pause isst oder eine gesunde und vollwertige Trinkmahlzeit zu sich nimmt, darf jeder für sich entscheiden. Die Mischung macht’s!

Wenn ihr weitere interessante Artikel rund um meine Freizeitaktivitäten lesen wollt, schaut in meinem Freizeit-Blog vorbei.

Weiterführende Links

Jörg Niethammer

Seit 2003 aktiv am Websites bauen und pflegen, Abi, Bundeswehr, Studium und dann vollends ins Online Marketing. Vor allem SEO, Technical SEO und WordPress haben es mir angetan. Neben der Arbeit bin ich privat sehr gerne mit dem Fahrrad unterwegs, gehe gerne wandern und engagiere mich an der Fasnet.

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