Es ist das Worstcase-Szenario für viele Websitebetreiber: Ein Serverausfall. Abgesehen von den direkten Folgen, dass Nutzer und potenzielle Kunden die Website nicht mehr erreichen können, kann es auch gravierende Auswirkungen auf die Online Marketing Tätigkeiten haben. Was ihr beachten müsst, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Serverausfall, SEO und Keywordrankings

Die Gründe für einen Serverausfall sind natürlich vielschichtig. Neben den üblichen Downtimes, die im Rahmen von Updates, Wartungsmaßnahmen etc. vorkommen, gibt es auch die Möglichkeit eines größeren Serverausfalls.

Bei so gut wie allen Hostern kommt regelmäßig vor, dass die Server nachts für wenige Minuten bis mehrere Stunden vorübergehend nicht erreichbar sind. Das ist normal und auch für SEO und die Keywordrankings kein Problem. Selbst wenn der Crawler einer Suchmaschine zum Zeitpunkt des Serverausfalls die Website besucht, verliert man keine Rankings.

Ist der Serverausfall, aus welchen Gründen auch immer, länger, empfiehlt Google die Verwendung des HTTP-Statuscode 503. Der Statuscode 503 bedeutet, dass der Server vorübergehend nicht zur Verfügung steht. Das ist für die Suchmaschinencrawler ein sehr wichtiges Signal. Johannes Müller von Google hat dies bestätigt (siehe YouTube).

Zudem empfiehlt sich, den retry after Befehl mitsenden kann. Mit diesem Befehl wird mitgeteilt, wann die Website voraussichtlich wieder erreichbar ist und somit gecrawlt werden kann. Google kann diesen Befehl berücksichtigen, muss es aber nicht.

Grundsätzlich sollte ein Serverausfall allerdings nie länger dauern als notwendig. Wenige Stunden sind in meist in Ordnung, mehrere Tage oder länger werden kritisch!

Vor allem wenn man einen eigenen Server betreibt und diesen betreut, sollte man sich vor einem längeren, planbaren Serverausfall überlegen, ob man die Website nicht solang auf einem anderen Server betreibt.

SEA, Display und Co. bei Serverausfall

„Zum Glück“ kann man sagen, wenn ein Serverausfall nachhaltig nur SEO schaden kann. Das stimmt natürlich, allerdings nur, wenn man den Serverausfall mitbekommt und schnell reagiert.

Ganz wichtig ist, dass alle kostenverursachenden Online Marketing Kanäle sofort nach dem Serverausfall stoppt bzw. pausiert. Offline Marketing wird schwierig, Online Marketing geht hingegen recht gut und kurzfristig

SEA, Display und Social bei Serverausfall

Werbekampagnen bei Google Ads, Bing Ads, Facebook, Instagram usw. können jederzeit mit sofortiger Wirkung pausiert werden. Und das sollte unbedingt getan werden, auch wenn es sich nur um Minuten handeln sollte.

Bei einem planbaren Serverausfall kann man mit automatisierten Regeln oder auch manuell die Pausierung bereits im Vorfeld einleiten. Man muss es dennoch wissen, eine Abstimmung mit der IT bzw. dem Hoster ist absolut notwendig. Die meisten Hoster geben frühzeitig vor geplanten Serverausfällen Bescheid.

Serverausfall Automatische Regel Google Ads

Erstellen einer Regel bei Google Ads, um Kampagnen zu einem bestimmten Zeitpunkt zu pausieren (Quelle: Google Ads).

Bei unplanmäßigen Serverausfällen muss man sobald man Bescheid weiß, sofort reagieren und alles pausieren. Hier fast noch wichtiger, weil man nicht weiß, wie lang der Serverausfall dauert. Das kann sehr teuer werden!

Uptime-Programme helfen dabei, einen Serverausfall überhaupt zu bemerken. Dabei sendet das Uptime-Programm einen Alert zum Beispiel per E-Mail und weist darauf hin, dass die Website nicht erreichbar ist. Das muss nicht zwingend ein Serverausfall sein. Hierbei werden natürlich auch alle anderen Gründe, warum eine Website nicht erreichbar ist, berücksichtigt.

Umgang mit Serverausfällen bei Affiliate

Etwas anders sieht es bei Affiliate Marketing aus. Eine kurzfristige Pausierung des ganzen Partnerprogramms ist nicht immer möglich. Und wenn, kann das zu Unstimmigkeiten bei den Publishern sorgen.

Daher sollten geplante, längere Ausfälle den Publishern mitgeteilt werden. Ungeplante Ausfälle sollten nach einer längeren Downtime ebenfalls kommuniziert werden.

Aus Kostengründen ist das Thema Affiliate nicht dramatisch, da man in der Regel pro Sale bezahlt. Es entstehen also keine Kosten, sofern man keine Fixkosten hat.

Allerdings: Wenn man viele Links bei den Publishern hat und Nutzer mehrfach im Nirwana landen, ist das sowohl für die eigene Brand, als auch für den Publisher negativ. Der Publisher kann also im schlimmsten Fall die Partnerschaft sogar beenden.

Fazit

Ein Serverausfall ist für das Online Marketing kein Beinbruch, solange er nicht zu lange geht. Alles was in Zeiten passiert, in denen wenig Nutzer der Zielgruppe unterwegs sind wie zum Beispiel nachts, sind weniger dramatisch als tagsüber. Dauert der Serverausfall zudem nur wenige Minuten und nicht mehrere Stunden, muss man sich keine Gedanken machen, wenn man seine Paid-Kampagnen im Blick hat.

Titelbild: imgix

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